Januar 2010 29.01.2010

 

 

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Plädoyer für den Realschul-Abschluss

fr Neuenkirchen.
Die Schulleiterin der Wilhelm-Fredemann Realschule, Sandra Apeler, steht voll und ganz hinter dem Realschulabschluss bisheriger Art: „Er hat einen guten Ruf und verschafft jungen Leuten eine gute Ausgangsposition.“ Dieser Abschluss halte ihnen auch mehrere Wege offen. So könnten Realschüler damit eine Ausbildung absolvieren oder auf das Gymnasium überwechseln. „Für viele Schüler ist der direkte Weg zum Abi aber eine zu große Hürde“, berichtete Sandra Apeler. Aber auch da helfe der Realschulabschluss. Mit ihm ist nämlich nach einer Lehre der Übergang auf eine Fachoberschule und von dort zur Fachhochschule möglich.

Die Pläne der Landesregierung zur Zusammenlegung von Real- und Hauptschulen sieht die Schulleiterin zurzeit mit gemischten Gefühlen. „Wenn die Zusammenlegung nur außen ein Schild bedeutet, ohne dass sich die Lehrpläne und die personelle Ausstattung ändern, wäre es nur ein Etikettenschwindel.“ Für einen gemeinsamen Unterricht von Hauptschülern und Realschülern sei Differenzierung nötig, und die wiederum brauche mehr Lehrerstunden. Auch sei noch nicht geklärt, ob es separate Abschlüsse oder einen gemeinsamen Abschluss geben solle. „Das Ziel ist momentan unklar, und das macht es den Schulen auch schwer.“

Übrigens: Eine Zusammenarbeit der 9. und 10. Klassen ihrer Realschule und der Hauptschule Riemsloh bei den Wahlpflichtkursen soll es ab dem nächsten Schuljahr geben. „Die Kurse wollen wir dann schulformübergreifend anbieten, da bin ich mir mit meiner Kollegin Marlies Brüggemann (HS Riemsloh) einig“, berichtete Sandra Apeler.

Mit der Nachmittagsbetreuung im „Meller Modell“ hat ihre Schule sehr positive Erfahrungen gemacht. Es erlaube insbesondere die Förderung der 5. und 6. Klassen und habe die Arbeitsgemeinschaften abgelöst, die quasi als Vorstufe mit Unterstützung des Fördervereins mit Leben erfüllt worden waren. Einen Haken hat die Sache allerdings für die 5. und 6. Klassen: Sie müssen mittags von ihrer Außenstelle in Wellingholzhausen mit dem Bus nach Neuenkirchen fahren.

Im nächsten Jahr steigt die Realschule Neuenkirchen als Offene Ganztagsschule ein. „Das ist eine große Chance: Schwächere haben mehr Zeit zum Üben und Festigen des Stoffes, Bessere werden gezielt gefördert“, freut sich die Schulleiterin schon. Das sei momentan an den Vormittagen nicht zu schaffen, zumal die Lehrpläne oft überfrachtet seien.(Meller Kreisblatt vom 29.01.2010)uer Fließtext >>

 

Hundertfünfzig Euro für die Klassenkasse

Klasse 8b der Wilhelm-Fredemann-Realschule unter den Preisträgern des Schülerwettbewerbs zur politischen Bildung

Die Jury der Bundeszentrale für politische Bildung war beeindruckt: Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 8b der Wilhelm – Fredemann – Realschule in Melle - Neuenkirchenhaben sich mit ihrem Beitrag zum Schülerwettbewerb nicht nur viel Arbeit gemacht. Ihr Thema „Crashkurs Computerspiele“hat sie offensichtlich intensiv beschäftigt und zu großer Kreativität angespornt. Die Anstrengung wurde jetzt mit einem Preis belohnt: 150 Euro fließen in die Klassenkasse.

„Alle haben toll mitgemacht. Die Klasse hat sich intensiv mit dem Thema „Computerspiele“ auseinandergesetzt und einen Eltern – Schüler - Abend organisiert. Dort wurde angeregt über Chancen und Gefahren von Computerspielen diskutiert. Die Ergebnisse aus Recherche und Diskussion hat die Klasse 8b in einer Dokumentation zusammengefasst und nach Bonn geschickt.“

Die Konkurrenz, gegen die sich die Neuenkirchener Realschüler mit ihrem Beitrag durchsetzen konnten, war riesig. Fast 50.000 Jugendliche der 5. - 11. Jahrgangsstufen aus Deutschland und Österreich haben beim Schülerwettbewerb zur politischen Bildung 2009 mitgemacht. 2.259 im Team erarbeitete Projektergebnisse waren zu bewerten. Die Jury setzte sich aus Fachlehrkräften sowie Mitarbeitern einiger Kultusministerien zusammen. Neben dem Thema, das die Kinder unmittelbar in ihrem Alltag betrifft, hatten die Kinder und Jugendlichen viele weitere Aufgabenstellungen zur Auswahl: „Fairplay? Ein Blick in Chinas Spielzeugfabriken“, „Du hast die Wahl!“, „Warum die Mauer fiel“, „Augen auf! Gemeinsam gegen Vandalismus“ und das freie Thema „Politik brandaktuell“.

Der angesehene Schülerwettbewerb, der unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten steht, möchte wichtige Themen in die Schulen hinein tragen, methodische Anstöße geben und so die Arbeit der Lehrerinnen und Lehrer unterstützen.

(siehe auch die Rubriken "Nützliche Links" und "Projekte")

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